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26/01/2016
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So gelingen perfekte Wohnungsfotos

Um die eigene Wohnung erfolgreich über Online-Plattformen zu vermieten sind gute Fotos enorm wichtig. Potenzielle Gäste achten zuerst auf ansprechende Bilder, bevor sie sich das Inserat genauer anschauen. Mit einem Handy lassen sich schnell und einfach ein paar Bilder schießen und für die Nachbearbeitung gibt es unzählige Programme. Doch oft lassen sich damit keine guten Ergebnisse erzielen. Wir haben bei einem echten Fachmann nachgefragt, worauf man achten muss, um die eigenen vier Wände perfekt in Szene zu setzen.

Kolo

Sebastian Kolodziejczyk hat eine klassische Ausbildung zum Werbefotograf gemacht und anschließend eine Weile als freier Fotoassistent  bei verschiedenen Fotografen gearbeitet. Im Jahr 2006 hat Sebastian Kolodziejczyk sein erstes Studio für Werbefotografie in Hilden eröffnet. Seit 2011 ist er mit seinem eigenen Studio in Düsseldorf beheimatet. Von Anfang an hat sich Sebastian Kolodziejczyk auf die Produktfotografie im Studio und auf Architektur-/Interieurfotografie spezialisiert. Zu seinen Kunden im Bereich der Architekturfotografie zählen unter anderem Investmentfirmen, Architekten und Makler. Auch für WelcomeWendy.de hat Sebastian
Kolodziejczyk schon zahlreiche Wohnungen professionell in Szene gesetzt.

WelcomeWendy.de: Welche grundsätzlichen Sachen sollte man beachten, bevor man die eigene Wohnung fotografiert?


DankeSebastian Kolodziejczyk: Es ist eigentlich wie beim Besuch der Schwiegermutter. Es sollte ordentlich geputzt, aufgeräumt und dekoriert sein. Ein wenig frisches Obst und frische Blumen wirken Wunder! Arbeitet mit den Gegenständen die in der Wohnung vorhanden sind. Temporäre Dekoration nur für die Fotos macht keinen Sinn, wenn der Gast diese später nicht auch vorfindet. Dekoration ja, aber nicht übertrieben, sondern authentisch. Umgekehrt gilt aber auch der Designersatz: Weniger ist mehr. Ein schön gestellter Kerzenleuchter auf der großen Flurkommode reicht aus.

 

WelcomeWendy.de: Welche Rolle spielt der richtige Bildausschnitt?


Sebastian Kolodziejczyk: Grundsätzlich macht es Sinn, Innenraumfotos im Querformat aufzunehmen. Bei sehr kleinen Räumen wie zum Beispiel dem Bad oder der Küche, ist es allerdings sinnvoll ins Hochformat zu wechseln. Der Blick der Kamera sollte deutlich unterhalb der durchschnittlichen Augenhöhe des Menschen liegen, also ca. bei 1,30m. Und es ist darauf zu achten, dass Boden und Deckenfläche im Bild ungefähr gleiche Anteile einnehmen, im Zweifel lieber mehr Boden als Decke._MGL7643

WelcomeWendy.de: Um eine einladende Atmossphäre zu erzeugen ist auch die Beleuchtung ein wichtiger Faktor. Sollte man mit extra Beleuchtungsquellen arbeiten, um die perfekten Wohnungsfotos zu bekommen?


Sebastian Kolodziejczyk: Um die Fotos einheitlich zu gestalten sollte immer nur mit vorhandenem Licht gearbeitet werden, nicht mit Blitzlicht. Öffnet alle Rollläden um Tageslicht hinein zu lassen und schaltet sämtliche Lichtquellen im Raum ein (Ja, auch jede Kerze und kleine Minischreibtischlampe). Zudem sollte nur bei Tageslicht fotografiert werden und nicht abends, wenn es draußen bereits dunkel ist.

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WelcomeWendy.de: Gerade bei der kurzzeitigen Vermietung sollen die Bilder positiv auf den Betrachter wirken. Wie schafft man es, eine Wohnung auf Bildern
n einerseits freundlich und einladend und andererseits individuell wirken zu lassen?

Sebastian Kolodziejczyk: Ganz grundsätzlich macht eine geputzte und aufgeräumte Wohnung immer einen positiven Eindruck. Dann sollten zusätzlich noch ein paar Detailfotos von besonderen Gegenständen gemacht werden. Dies kann die außergewöhnliche Wanduhr sein, oder aber die High-Tech-Kaffeemaschine oder auch private Dinge, die Geschichte erahnen lassen. All dies hinterlässt einen persönlichen, positiven Eindruck beim Betrachter.


_MGL7988WelcomeWendy.de: Gerade kleine Räume richtig in Szene zu setzen ist schwierig. Was sollte man hierbei beachten?


Sebastian Kolodziejczyk: Kleine Räume, sprich Räume die im Querformat aufgenommen nicht zu erkennen wären, sollten im Hochformat fotografiert werden. Ganz grundsätzlich empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv zwischen 17-24mm Brennweite (KB). Es sollte jedoch kein Fisheye-Objektiv verwendet werden, da dies zu sehr unnatürlichen Bildverzerrungen führt.

WelcomeWendy.de: Mit dem Smartphone kann heutzutage jeder schnell und einfach fotografieren. Was für Equipment wird für professionelle Aufnahmen benötigt?


Sebastian Kolodziejczyk: Grundsätzlich wird benötigt: Eine Kamera mit Objektiven die den Brennweitenbereich von 17 (24 geht auch) – 100mm abdecken und ein stabiles Stativ. Dies reicht an Grundausstattung, alles weitere, wie zum Beispiel weitere Wechselobjektive, Fernauslöser oder Filtersysteme, sind nicht zwingend erforderlich und bedingen lediglich der bevorzugten Arbeitsweise des Fotografen.

WelcomeWendy.de: Vielen Dank für das Interview.

Wenn ihr neugierig geworden seid und eure Wohnung von Sebastian Kolodziejczyk professionell fotografieren lassen wollte, schaut doch mal auf seiner Internetseite vorbei.

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